EM - in der Pferdehaltung  
Wohlbefinden für Pferde
mit Effektiven Mikroorganismen EM


Warum Pferde sorgfältig beobachtet werden müssen

Pferde stammen aus der Steppe und sind genetisch immer noch Fluchttiere, deren Verdauungssystem auf eine sehr eiweißarme Nahrung mit viel Struktur ausgelegt ist. Ein Pferd verdaut aufgenommenes Futter über 30 bis 50 Stunden. Das Futter verbleibt nur kurz im Magen und Dünndarm. Die meiste Verweilzeit hat das Futter im Blinddarm und Dickdarm. Dort fermentiert das Futter. Die Verdauungsmikroben verwandeln die schwer verdauliche Rohfaser aus wenig nährstoffhaltigem Heu und Gras in Eiweißstoffe, Enzyme und Vitamine. Sind dort die richtigen Mikroben, sind sie im Blind- und im Dickdarm die Quelle des Wohlbefindens für das Pferd.

Warum Koliken?

Ein Pferd ist darauf angewiesen, dass viel Rohfaser (= Futter mit Struktur) mit einem guten Mikrobenbesatz im hinteren Verdauungstrakt ankommt. Sind die falschen Mikroben auf dem Futter, kommt es zu Verdauungsstörungen. Eine der wesentlichsten Auswirkungen von mikrobiellen Fehlsteuerungen sind Koliken. Sie belasten unsere Pferde so schwer, weil Darmgase durch die langen Därme einen mühsamen Weg zum After suchen müssen.

Bodenmikroben bestimmen die Verdauungsmikroben

Die Mikroben im Darm des Pferdes, die die Verdauung bewerkstelligen, nimmt das Pferd aus der Umgebung auf. Schwerpunktmäßig sind dies die Mikroben, die auf dem Futter haften. So lange die Umwelt in Takt ist, haften die Mikroben auf dem Futter, die aus einem gesunden Boden stammen. Diese Zuführung gesunder Mikrobenfloren aus dem Boden ist nötig, weil durch das Leben (Stress durch Erschrecken) die Mikrobenfloren im Verdauungssystem immer wieder beeinflusst werden.

Warum nützt EM?

EM sind eine von Milchsäuremikroben dominierte Flora. Mit dieser Zusammensetzung werden die Mikrobenfloren im Boden und auf dem Futter so verändert, dass möglicherweise krank machende Mikroben nur in solchen Mengen dort leben können, wie die Natur es in ihrem Plan vorgesehen hat. Darauf beruht die positive Veränderung für Tiere und Pflanzen, die Anwender von EM immer wieder beobachten.

Darf man EM verfüttern?

EM1 ist ein bei der Europäischen Union gemeldeter Silierzusatzstoff. Solche Mittel werden eingesetzt, um Futter zu konservieren. Die Mikrobenflora auf dem Futter wird so verändert, dass es über eine milchsaure Vergärung (Fermentation) haltbar wird. Die Milchsäuremikroben verändern das Futter wie ein Sauerkraut. Es kann nicht mehr verderben. Wenn dann das Futter einen guten Mikrobenbesatz hat, hilft dieses Futter die Verdauung der Pferde in die natürliche Ordnung zu bringen.

Stauballergiker

Viele Pferde haben Atemprobleme, wenn sie staubiges Heu bekommen. Deswegen weichen Pferdehalter das Heu in Wasser ein. In dieses Einweichwasser kann man EM beigeben. Andere Pferdehalter besprühen das Heu mit Wasser. Auch diesem Wasser kann EM beigefügt werden, weil damit direkt (Kurzzeitsilierung) das Futter mit Milchsäuremikroben angereichert wird. Ist ein Pferd stärker allergisch, resultiert diese gesundheitliche Belastung im Regelfall nicht aus den mineralischen Bestandteilen des Staubes aus dem Heu, sondern aus organischem Staub. Dieser Staub besteht im Regelfall aus Pilzsporen, die besonders heftige körperliche Abwehrreaktionen hervorrufen. Diese Pilzsporen stammen von Schadpilzen, die sich in Heu bilden, wenn es nicht richtig getrocknet wurde. Auch bei diesen Belastungen hilft es, das Futter mit EM zu besprühen oder ein zu weichen (Kurzzeitsilierung).

Koliken

Koliken bei Pferden sind das Resultat von falschen Mikroben im Verdauungstrakt. Auch „falsches“ Futter bewirkt, dass sich nicht von der Natur vorgesehenen Mikroben in einzelnen Abschnitten des Verdauungstraktes entwickeln. Sie bilden Methan und Schwefelwasserstoff. Diese Gase werden dann von den restlichen Mikroben nicht verstoffwechselt und müssen als Gas aus dem Darm entweichen. Die Gase dehnen den Darm und schmerzen. Deswegen hilft eine gute Mikrobenflora auf dem Futter immer, solche Gasbildungen zu mindern.

Exemer

Die Haut ist nach Verdauungssystem und Lunge das drittgrößte Ausscheidungsorgan bei Säugetieren. Ein gesundes Verdauungssystem spiegelt sich immer in einer gesunden Haut wieder. Die Haut ist das Spiegelbild des Darms. So weisen Hautveränderungen immer auf Verdauungsprobleme hin. So genannte Exemer reagieren überempfindlich auf Mückenstiche, weil aus oft nicht bekannten Gründen das Immunsystem des betroffenen Tieres gestört ist. (Die Gesundheit entsteht im Darm!) Durch den starken Juckreiz wird das Tier dazu verleitet, sich die betroffenen Stellen auf zu scheuern. Schmutz in der Wunde führt zu den weiteren bekannten Problemen. Aus dieser Analyse der Herkunft der Beschwerden, ergibt sich die Behandlungsmöglichkeit. Zuerst ist immer die Akutversorgung eines solchen Problems vorrangig: Reinigen, Juckreiz stillende Medizin (möglichst natürliche Essenzen), Wundschutz, Fliegenabwehr. Ist die Akutversorgung gewährleistet, sollte an die Regeneration des Verdauungssystems gedacht werden. Hier gilt es, die optimale Mikrobenzusammensetzung zu erreichen, indem man auf eine gute mikrobielle Besiedlung des Futters achtet.

Stauluft, Bodenbeläge in Stall und Reitbahn

Die Stallluft wird häufig über mangelhaft umsetzenden Kot und Urin beeinflusst. Ist scharfer Ammoniakgeruch wahrnehmbar, faulen Kot und Urin. Ein Anzeichen für Fäulnis sind auch immer viele Fliegen. Oft glaubt man, ein solches Problem ließe sich ausschließlich über aufwendige bauliche Maßnahmen, übermäßigen Stroheinsatz oder permanentes Entmisten verändern. Erfahrungen mit Versprühen von EM-Wasser-Verdünnung zeigen, dass die Faulprozesse in Rotteprozesse umgewandelt werden können. Gestank und Fliegen werden vermieden. Außerdem setzen die Einstreumaterialien später auf dem Misthaufen besser um und der Abnehmer kann den Mist pflanzenbaulich besser verwerten. Kot und Urin werden auch in den Einstreumaterialien der Reitbahnen besser umgesetzt und die Bahnen bleiben länger sauber.

Schimmel im Stall, Schmutz an Wänden und der Stalleinrichtung

Schimmel an Wänden entsteht, weil dort bauphysikalische Probleme vorliegen und sich Feuchtigkeit niederschlägt. Zusätzlich muss dort organische Substanz vorhanden sein, damit die Schimmelpilze wachsen können. Werden befallene Stellen regelmäßig mit EM-Wasser-Verdünnung eingesprüht, verstoffwechseln die EM die anhaftende organische Substanz. Es entsteht Sauberkeit. Auch die Stalleinrichtung wird von den Mikroben gereinigt. Wenn Sie vor einer Reinigung mit dem Hochdruckreiniger mit EM-Verdünnung einweichen, ist der Reinigungsvorgang viel einfacher.

Kurzzeitsilierung: 50 ml EM einmal täglich oder 2 mal 25 ml pro Großpferd über das Futter sprühen oder das Einweichwasser mit EM versetzen.

Stall, Paddock und Reitbahn aussprühen: Pro Pferd pro Tag 3 Wochen lang täglich 50 ml EM in 1 Liter Wasser gelöst auf der vom Pferd genutzten Fläche versprühen. Nach drei Wochen haben Sie eine gute Mikrobenbesiedlung hergestellt. Sie werden es am Geruch im Stall merken, wann Sie wieder sprühen sollen. Spätestens nach dem Ausmisten sollte die neue Einstreu besprüht werden. Wenn Sie möglichst wenig Wasser verwenden wollen, benutzen Sie EMa pur. Eine Überdosierung ist nicht möglich.

Einfach wäre es für Sie, EM-Heu, EM-Heulage und EM-Stroh zu kaufen.

Dipl.Ing.agr. Ernst Hammes


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